#exif13 persönliche Abschlussgedanken (Metaebene)

Der exif13 ist vorbei, ich möchte trotzdem noch meine persönlichen Abschlussüberlegungen zusammenfassen.

Beim exif13 wurden professionell gestaltete Livestreams ausgestrahlt und man konnte über den Twitterkanal Fragen stellen. Gestaltung und Inhalt gefielen mir ausgesprochen gut. Sie sind auch weiterhin über den Youtube-Kanal verfügbar und können von jedem, der die Insel der Forschung noch für sich entdecken möchte, angeschaut werden. Es gibt auch eine Zotero-Group mit den Literaturempfehlungen aus den Videos und weiteren.

Das Gefühl der Awareness, also das ich auch andere wahrnehme, hat sich dabei bei mir im Livestream jedoch nicht so recht eingestellt. Markus Deimann, der Veranstalter war und sich auch als Teilnehmer verstand, hat dann auch hier und hier das formuliert, was ich bei dieser Art der Live-Sessions eher empfunden habe: „Bildungsfernsehen reloaded“. Das war bspw. im OPCO12 anders, da fanden die Live-Sessions in Adobe Connect statt und man konnte immer sehen, wer auch gerade dabei ist.

Ich hätte mir auch einen längeren Zeitraum für die einzelnen Themenbereiche zur Bearbeitung gewünscht. Zumindest für die Aufgabe zur Videoerstellung stehe ich da auch nicht ganz allein – siehe hier. Vor allem deshalb habe ich inhaltlich nicht so viel beigetragen, wie ich es eigentlich vorhatte.

Ich hätte mir für den exif13 auch eine Kurswebseite gewünscht. Twitter allein war nach meinem Geschmack etwas zu spartanisch. Die „radikal offene Architektur“ (siehe die persönliche Bilanz von Markus Deimann) war aber durchaus Strategie. Und Teilnehmende ergriffen ja auch die Initiative (Dankeschön dafür):

und gründeten eine  Google-Gruppe, die mein bevorzugter Anlaufpunkt war. Sie hat für mich das Gemeinschaftsgefühl hergestellt, man konnte hier miteinander diskutieren und die Teilnehmerbeiträge waren leicht zu finden.

Die Forschung von Elias (1) wurde im Abschlussvideo erwähnt und empfohlen (siehe hier Abschlussvideo „Nach der Expedition ist vor der Expedition“, ca. Minute 28).
Die Etablierten-Außenseiter-Figuration hatte ich mir als Thema für meine Zugangsprüfung am Anfang meines Studiums gewählt und sie hat mich seither immer wieder mal beschäftigt.  Ich möchte deshalb auch unbedingt hier diese Forschung auch empfehlen. Es lohnt sich ungemein, auch wenn sie schon Ende der 50er Jahre durchgeführt wurde. Wie sind  die Figurationen in verschiedenen Konstellationen aufgestellt und wann, wie und welche Abgrenzungslinien werden gezogen? Sicher ein guter Ausgangspunkt für viele Forschungsanliegen.

Ach ja und zum Schluss: ein regionales  Schibboleth konnte ich bei manchen Vortragenden ausmachen 😉 Das fördert die soziale Präsenz und diese ist gerade auch in MOOCs, in denen man ja nur virtuell auftritt, wichtig. Und Bilder tragen auch dazu bei, zum exif13 findet man hier welche auf Tumblr. Zur sozialen Präsenz siehe auch der Nachschlag von Kristina Lucius.

(1) Elias, Norbert und Scotson, John L. (1990) Etablierte und Außenseiter, Berlin: Suhrkamp Taschenbuch Verlag

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