Qualität – was ist das eigentlich?

Qualität als Begriff hat zwei Bedeutungen. Im Artikel zur Qualität in der Wikipedia (Permalink des gelesenen Artikels) wird darauf verwiesen, dass dieser neutral als „die Summe aller Eigenschaften eines Objektes, Systems oder Prozesses“ oder bewertet als „die Güte aller Eigenschaften eines Objektes, Systems oder Prozesses“ verstanden werden kann. Interessant bei der Überlegung, welche Informationen jetzt Qualität haben, geht es eigentlich um die Bewertung der Information. Bei Bewertung von Informationen kann dabei anhand von Kriterien, die an sie angelegt werden, bestimmt werden, ob diese den Qualtitätsanforderungen entsprechen. Im wissenschaftlichen Arbeiten können so bspw. Informationen aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen zitiert werden, Informationen aus der Wikipedia aber eher nicht. In wissenschaftlichen Arbeiten ist es also zielführend auf wissenschaftliche Literatur zurückzugreifen.

Das hilft mir aber nur begrenzt weiter, wenn ich einen Informationsbedarf habe, den ich stillen möchte. So können Informationen aus der Wikipedia für mich durchaus qualitativ hochwertig sein, nämlich weil sie meinen Wissensdurst stillen und für mich damit eine geforderte Leistung erbringen. Danach ist also abzugrenzen zwischen einen Qualitätsbegriff und einem Leistungsbegriff. Finde ich im Internet Informationen, die meine Frage beantworten, wurde die Leistung erbracht, eventell auch mit Informationen, die bestimmten Kriterien nicht entsprechen. Qualität ist somit auch immer etwas subjektives, so kann mir ein qualitativ hochwertiges Nahrungsmittel einfach nicht schmecken… und eine qualitativ hochwertige Information könnte ich vielleicht einfach nicht verstehen, weil sie bspw. Voraussetzungen im Vorwissen erforderlich macht, die ich (noch) nicht besitze.

Informationen müssen von mir immer erst einmal gefunden, dann verstanden, in mein Vorwissen eingeordnet und anschließend bewertet werden, bevor ich sie weiterverwende. Außerdem muss ich entscheiden, ob mir diese nun genügen oder ich noch mehr wissen möchte.
Welche Schwierigkeiten dabei Lernende haben, kann bspw. in dieser Studie von Head und Eisenberg (2010): „How College Students Evaluate and Use Information in the Digital Age“ nachgelesen werden.

Informationskompetenz und eine Auseinandersetzung mit den Begriffen Qualität und Leistung gehören für mich zusammen. Nur wenn ich mir klar darüber bin, welche Kriterien eine Information erfüllen muss, um sie in wissenschaftlichen Arbeiten zitieren zu können, aber auch, was ich von einer Information erwarte und wann diese subjektiv erwartete Leistung für mich als erbracht gilt, kann ich kompetent(er) mit Informationen umgehen.

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