Abschlussarbeit Präsentation

Eine Entscheidung die man selbst treffen sollte: Wie präsentiere ich?

Prinzipiell gibt es da ja verschiedene Möglichkeiten. Das Thema der Arbeit spielt eine Rolle, aber auch, erwartet das Lehrgebiet, der/die BetreuerIn etwas spezielles? Ansonsten gilt natürlich – was liegt mir? Aber auch, was passt am Besten zur Arbeit?

Ich habe mich für eine Powerpointpräsentation entschieden. Dabei ist entscheidend, dass man damit (möglichst) Erfahrungen hat oder sich aneignet, weiß worauf es ankommt und die Folien aussagekräftig sind, aber nicht den Vortrag komplett abbilden (der wird ja gehalten). Tipps für eine gute Präsentation gibt es zuhauf im Internet, bspw. hier:
Die sieben Todsünden des Präsentierens oder hier: Tipps zur Verteidigung einer Diplomarbeit

Problem ist, man kann nicht die gesamte Arbeit in der Präsentation darstellen. Also erste Entscheidung: was präsentiere ich? Meist entscheidet man entweder auf eine Ergebnisspräsentation oder man rückt wichtige Dinge (was ist wichtig – was habe ich Besonderes gefunden) in den Fokus und führt damit durch die Arbeit, ohne sie im Gesamten vorstellen zu können. Der rote Faden ist dabei sehr wichtig.
Ich habe mich für letzteres entschieden, eben auch, weil die Arbeit mehrere Teile hatte und die Analysen der umfangreichere Teil der Arbeit war. Freies Sprechen ist natürlich Grundbedingung. Deshalb rate ich auch nicht dazu, den Vortrag auswendig zu lernen. Üben aber schon.
15-20 Minuten sind übrigens wirklich nicht viel….

Ich habe viel Zeit darin investiert, über den Inhalt der Präsentation nachzudenken… Erst danach habe ich sie erstellt und dann gleich versucht frei meinen Vortrag dazu zu halten und erstmal alles reingepackt, was mir zu den Punkten einfiel. Das habe ich aufgenommen und mir angehört (ein merkwürdiges Gefühl) – das habe ich mehrmals gemacht. Dann habe ich das Wichtigste in Stichworten aufgeschrieben, die Präsentation gekürzt und überarbeitet. Mit denn Stichworten habe ich den Vortrag dann noch einmal gehalten und auf die Zeit geachtet. Nachdem es gepasst hat, habe ich die Stichworte weggelegt und es noch einmal gemacht. Fertig – der Faden in meinem Kopf war da. Anschliessend habe ich die Stichworte vernichtet. Das fand ich notwendig, weil ich sonst Gefahr laufen würde, sie mitzunehmen, mich allzusehr daran festzubeissen und schlussendlich nicht mehr frei zu sprechen.

Meine Tipps:
1. Welche Punkte sollen auf die Folien (immer fragen – warum)?
2. Kurze Aussagen – in der Form von Ergebnissen, die Erläuterung erfolgt mündlich
3. Verbindungen anzeigen und im Vortrag erläutern
4. Bilder und Grafiken einbinden – (nicht zuviel) die natürlich passen müssen und nicht vom Vortrag ablenken dürfen
5. Anfang und Ende sind am Wichtigsten
5a. Anfang – ersten Satz genau überlegen, die Zuhörer „einfangen“ und den Vortrag einleiten
5b. Ende – was kam raus, aber auch bedenken – das Ende bleibt beim Zuhörer „hängen“
6. pro Folie etwa mindestens drei Minuten einplanen (nach meiner Erfahrung), sonst kann der Zuhörer ja unmöglich die Folie erfassen und dem Vortrag folgen – das ergibt dann ca. 5-6 Folien.

Nach dem Vortrag kamen bei mir Fragen und meist ging es um Begründungen – also warum so und nicht anders, was war das Wesentliche, welche Ergebnisse in Abgrenzung zu anderen …. Keine Angst davor, wer seine Arbeit selbst geschrieben hat, hat sich doch dabei schon Gedanken gemacht und endlich kann man das auch mal jemanden darlegen. Mit dieser Einstellung ist man gut gewappnet, so meine Erfahrung.

Am Ende erfährt man seine Noten und ein paar grundsätzliche Aussagen, für die ich sehr dankbar war, weil man ja immer etwas mitnehmen kann. Die zwei Noten werden zusammengezogen und gelten als Endnote der Abschlussarbeit (für die Präsentation gibt es drei Leistungspunkte).

Nach kurzer Zeit erhält man dann die Gutachten, die detailliert darstellen, was gut oder nicht so gut war und wie sich daraus die Note begründet hat.

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3 Antworten zu Abschlussarbeit Präsentation

  1. Diplomandin schreibt:

    Danke für deine wertvollen Tipps, ich werde sie berherzigen und bei meiner Vorbereitung auf die Verteidigung einfliessen lassen.

  2. Bachelorant schreibt:

    vielen Dank. für die Hinweise. Kann ich gut für meine Verteidigung gebrauchen.

  3. Kerstin Fischer schreibt:

    Ich danke dir für die viele Arbeit, die du zusätzlich zum Studium in diesen Block gelegt hast und für deine vielen guten Tipps. Danke.

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